Forschung

Das Z.I.E.L widmet sich der Forschung von Infektionskrankheiten und entzündlicher Reaktionsformen, die durch infektiöse oder nicht-infektiöse Ursachen hervorgerufen werden. Infektionen und Entzündungen sind ein zentrales Forschungsthema an der Universität zu Lübeck.

Die Infektionsforschung am Z.I.E.L reicht von der molekularen Biologie bis zur klinischen Epidemiologie mit der Mission die Prävention, Diagnostik und Therapie zu verbessern. Einzelne Krankheitsbilder, wie z.B. Tuberkulose, werden vom Molekül bis zum Krankenbett in allen Facetten bearbeitet.

Entzündung ist die kontinuierliche Reaktion von Zellen, Geweben und Organen auf potentiell schädigende Einflüsse durch Infektionserreger, Allergene oder durch autoimmunologische Prozesse.

Ziel ist es, die physiologische Integrität durch Beseitigung oder durch funktionelle Neutralisation der Noxen wieder herzustellen. Die zu Grunde liegenden Abläufe sind grundsätzlich ähnlich. Graduelle Unterschiede ergeben sich jedoch aus der Art und Menge des schädigenden Agens, den Gefahrensensoren und aus der lokotypischen Reaktionslage am Ort der Schädigung zum Zeitpunkt der Schädigung.

Die am Schwerpunkt beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konzentrieren sich deshalb in erster Linie auf das Verständnis der Vorgänge, wie sie am Ort des Schadensereignisses wirksam werden. Dabei werden verschiedene Ebenen betrachtet.  

Zum einen werden die typischen  Abläufe in den Organen Haut, Lunge, Darm und Gefäßsystem unter physiologischen und pathophysiologischen Bedingungen miteinander verglichen und die Verbindung zu neurohormonalen Regelkreisen analysiert. Zum anderen werden einzelne Zellverbünde untersucht, und schließlich werden entzündungsrelevante Vorgänge innerhalb und zwischen einzelnen Zellen analysiert und typische Auslöser (zum Beispiel Mikroorganismen, Allergene, Autoantigene) charakterisiert und Inhibitionsstrategien erforscht.

Die Ergebnisse der Forschung finden im "Comprehensive Center for Inflammation Medicine" und durch regelmäßige interdisziplinäre Konsilien der beteiligten Kliniken unmittelbaren Eingang in die klinische Anwendung.

Die Forscher des Z.I.E.L pflegen intensive internationale Kooperationen mit Kollegen in Moldawien, Rumänien, Namibia und Mexiko City.